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Die etwas andere Art, Reiten zu lernen |
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Valeroso
Jahrelang hatte mich meine eigene Reitlehrerin bekniet, mir für meine Dressurambitionen doch endlich ein geeigneteres Pferd zu kaufen, als immer die arme Fjord-Stute Mali mit Seitengängen und Traversalen zu quälen.
Ein Spanier sollte es sein, braun, Wallach, in Deutschland angeritten – wenn überhaupt – und Offenstall tauglich. Außerdem unter 5.000.- Euro kosten – also eigentlich utopisch. Und dann sah ich seine Anzeige. Als ich ihm das erste Mal persönlich gegenüber stand, legte er genervt die Ohren an - und es war um mich geschehen.
Für die Dressur muss Mali allerdings noch weiter herhalten, da Vale oder Lollo, wie er seitdem genannt wird, sehr oft krank war.
Es stellte sich heraus, dass er aus anatomischen Gründen niemals hohe Dressurlektionen gehen wird. Das war bitter und teuer. Doch sein Anmut, seine Spiel- und Arbeitsfreude, sein Talent für Longen- und Handarbeit machen ihn zu einem feinen Schulpferd für die fortgeschrittenen Schüler.
Jede angespannte Pobacke oder hochgezogene Schulter quittiert er sofort mit eigenen Verspannungen und spiegelt so hervorragend die Fehler der Schüler. Ein beeindruckender Charakter, schöner Macho und urkomischer Spaßvogel, der alles wegschleppt und zum Spielen klaut. Er liebt seine Shetty-Zwerge und tobt mit ihnen, wann immer es geht. |
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